Presse
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MKÖ-Geschäftsleitung Christa Bauer unter bauer@mkoe.at
Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) errichtet am historischen Standort des ehemaligen KZ-Außenlagers Gunskirchen einen neuen Gedenkort. Ziel ist es, einen lange verdrängten Ort der NS-Verbrechen sichtbar zu machen und dauerhaft in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Eröffnung des Gedenkorts ist für Herbst 2026 geplant. Das Projekt wird maßgeblich durch Spenden und Fundraising getragen. Trotz der bereits breiten Unterstützung sind für die finale Umsetzung und inhaltliche Ausgestaltung des Gedenkorts weitere Mittel erforderlich.
Am Donnerstagabend fand im Rathaus von Laakirchen ein Gespräch statt, in dem der Umgang mit dem lokalen KZ-Mahnmal behandelt wurde. Nun wurde eine Einigung über die weitere Vorgangsweise erzielt: Der Bürgermeister hat ausdrücklich versprochen, dass das KZ-Mahnmal nur im Konsens mit den Opferverbänden verlegt oder sonst verändert wird.
Die Kritik des Mauthausen Komitees und des OÖ. Antifa-Netzwerks am Laakirchner Bürgermeister Fritz Feichtinger, der entgegen seiner Zusage das lokale KZ-Mahnmal vom Zentrum in den Friedhof verlegen will, hat ein bundesweites Echo gefunden. Der Laakirchner Bürgermeister hat die Opferverbände – KZ-Verband und Sozialdemokratische Freiheitskämpfer – für Donnerstagabend zu einem Gespräch eingeladen.
Entsetzt und verärgert zeigen sich das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus (Antifa-Netzwerk) über den Versuch des Laakirchner Bürgermeisters Fritz Feichtinger, das KZ-Mahnmal aus dem Stadtzentrum zu entfernen. Dieses Mahnmal erinnert an neun lokale NS-Opfer. Acht Ermordete gehörten der sogenannten „Welser Gruppe“ des Widerstandes an, einer war Zeuge Jehovas.



